Corona schafft viele Unsicherheiten für Unternehmen. Das Recruiting ist gleich doppelt betroffen: Kleinere Budgets und damit verbundene Einstellungsstopps auf der einen und weniger direkter Kontakt auf der anderen Seite. Das gilt aber nicht für alle Bereiche im Recruiting. 

IT Branche als Lichtblick

IT-Branche als Lichtblick

Wolfgang Brickwedde vom Institute for Competitive Recruiting (ICR) hat mit Xing über ihre aktuelle Studie zum Recruiting in Corona-Zeiten gesprochen:  

“Einer der wenigen Lichtblicke ist die IT Branche. Dort wollen 35 Prozent der teilnehmenden Unternehmen ihr Recruiting in der Krise ausbauen.” 

Wolfgang Brickwedde, Xing

Das deckt sich auch mit unseren Informationen. Um unsere Arbeit zu verbessern, haben wir  über zwei Zeiträume (März-April 20 und Dezember 20-Januar 21) IT-Unternehmen gebeten, an unserer Umfrage teilzunehmen. Wir haben gefragt, wie sich ihr Recruiting von Entwicklern in dieser Zeit verändert hat. Insgesamt 43 Unternehmen sind unserem Aufruf gefolgt. Alle Firmengrößen waren vertreten. Mit 46,3 % machte der Mittelstand den größten Anteil aus (12,2 % Konzerne, 41,5% kleine Unternehmen). Unser Wissen möchten wir hier gern teilen.

WE are Hiring

We Are Hiring

Die gute Nachricht zuerst: IT-Unternehmen sind weiter auf der Suche nach Fachkräften. Vor Corona planten die meisten, neu einzustellen. Daran hat sich während der Pandemie nicht viel geändert. Fast alle sind weiterhin auf Entwicklersuche. Davon führen über 60% ihre Vorstellungsgespräche remote durch. Von den 36%, die Einschränkungen im Recruiting vornehmen mussten, haben nur vier einen Einstellungsstopp angegeben.

Für die meisten Unternehmen bedeuten Einschränkungen lediglich, dass sie sich genauer überlegen, ob sie Kandidaten einstellen. Das heißt, sie stellen etwas langsamer ein, haben aber trotzdem Bedarf.

Unternehmen stellen trotz Pandemie ein

Hat die Coronavirus-Pandemie Auswirkungen auf Ihr IT-Recruiting?

Hat die Coronavirus-Pandemie Auswirkungen auf Ihr IT-Recruiting?

IT-Fachkräfte sind weiter gefragt

Nur ein Unternehmen musste IT-Kräfte entlassen. Ganz verschont bleiben aber auch Tech-Firmen von der Pandemie nicht. 21% unserer Teilnehmer*innen meldeten, dass sie die Kurzarbeitregelungen nutzen. Im Vergleich zu anderen Branchen ist das allerdings noch recht glimpflich.

IT Fachkräfte werden gebraucht

Mussten Sie aufgrund der Krise IT-Kräfte entlassen?

Mussten Sie aufgrund der Krise IT-Kräfte entlassen?

Employer-Branding steht nicht still

Der weiterhin hohe Bedarf an Entwickler*innen heißt auch, dass Unternehmen weiterhin für Programmierende sichtbar sein müssen.  76% finden Employer-Branding weiterhin wichtig. Firmen müssen sich schon seit längerem breiter aufstellen, um Stellen zu füllen. Das gilt natürlich besonders in den Bereichen, wo Fachkräftemangel herrscht. Employer-Branding ist da ein ganz wichtiges Tool.

Employer Branding

Halten Sie es für sinnvoll, während der Krise Geld für Employer Branding auszugeben?

Halten Sie es für sinnvoll, während der Krise Geld für Employer Branding auszugeben?

Fazit

Der Bedarf an Entwickler*innen ist durch die Pandemie nicht gesunken. Aufgrund von ausbleibenden Zahlungen der eigenen Kunden kommt es allerdings teilweise zu Einstellungsstopps. Unsere Prognose ist, dass sich der Bedarf an Entwickler*innen durch Corona weiter erhöhen wird. Die mit der Krise verbundenen Maßnahmen haben die Digitalisierung in Deutschland aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Schon allein um unseren Alltag mit Kontaktbeschränkungen zu ermöglichen, benötigt es die unterschiedlichsten digitalen Lösungen. Unsere meisten sozialen Kontakte spielen sich aktuell digital ab. Das wird auch unsere Kommunikation nach der Pandemie (und niemand weiß, wann das sein wird) nachhaltig beeinflussen.

Noch mehr Fachkräftemangel

Diese digitalen Lösungen müssen allerdings von Menschen programmiert und gepflegt werden. Das heißt, dass Unternehmen, die vor einigen Jahren noch nie Informatiker*innen gesehen haben, werden zunehmend Bedarf an eben diesen haben. Der Fachkräftemangel wird also weiterhin Thema bleiben.

Das “Wie” im Tech Recruiting ändert sich

Remotes Arbeiten und Videokonferenzen sind natürlich auch im Recruiting Alltag geworden. Das heißt, es braucht auch hier digitale Lösungen, um Assessment-Center in unser HomeOffice zu bringen. 

“Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der ESCP Business School Berlin unter 100 Personalentscheidern in Unternehmen ab 100 Mitarbeitern etablieren sich digitale Formate zur Bewerberauswahl mehr und mehr. Gleichzeitig stellten in 2020 trotz Corona zwei Drittel der befragten Unternehmen ebenso viele oder sogar mehr Mitarbeiter ein.”

ESCP Business School

Es braucht ein Assessment-Center für zu Hause

Beim Einstellen von IT-Fachkräften erfordert das ganz besondere Bedingungen. Das sogenannte “White Board Coding” war aus Bewerberperspektive noch nie eine sehr angenehme Methode. Wer möchte schon auf Zuruf eine Aufgabe lösen, während einem die ganze Zeit jemand über die Schulter schaut. So kann sich niemand konzentrieren. Durch die Kontaktbeschränkungen muss dieser Prozess nun auch digital stattfinden. Dem digitalen Assessment Center haben sich auch die HRmonkeys schon angenommen.

Wir haben eine Methode entwickelt, wie Arbeitsproben auch entspannt von zu Hause aus möglich sind. Programmierende lösen ganz in ihrem Tempo, ohne dass ihnen ständig über die Schulter geschaut wird, eine Coding-Challenge. Wir unterstützen bei der Auswertung und stellen den Lösungsweg zusätzlich als Video zur Verfügung. So können sich alle, die am Entscheidungsprozess beteiligt sind, ein realistisches Bild von den Fähigkeiten der Bewerber*innen machen. 

IT Nachwuchs finden

Sie suchen IT-Nachwuchs?

Sie wollen sich mit Entwickler*innen vernetzen oder einstellen? Wir helfen Ihnen gern dabei. Als Deutschlands größte Coding-Plattform unterstützen wir Sie gern mit unserem Wissen. Für mehr Informationen bitte hier entlang.

Die Pandemie schafft viele Unsicherheiten für Unternehmen. Das Recruiting ist gleich doppelt betroffen: Kleinere Budgets, Einstellungsstopps auf der einen und weniger direkter Kontakt auf der anderen Seite. Das gilt aber nicht für alle Bereiche im Recruiting. 

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